Neue Ziele


Der Neue


Nachdem ich mein alte Projekt vom "LKW zum Womo" aus gesundheitlichen Gründen eingestellt habe, habe ich mir eine neue Aufgabe gestellt weil ich in meiner Rente nicht zuhause sitzen und auf meinen Tod warten will.
Nun gut. Ich werde alles was ich besitze verkaufen und nur mit dem notnötigsten in mein Wohnmobil einziehen.

Das neue Ziel hießt nun Europa entdecken solange die Gesundheit noch mitmacht...
Ich werde berichten...




p.m. am 27.Jan 26  |  Permalink
Wo werden Sie wohnen, wenn das Womo zur Reparatur oder in Wartung ist? Sie aus gesundheitlichen Gründen die Stufe(n) nicht hoch kommen, und sei es nur temporär? Oder wenn Sie eine Zeitlang gesundheitlich nicht in der Verfassung sind, ein Fahrzeug zu lenken (da reicht eine Woche Magen/Darm) und es 20 Grad Frost hat, und Gas und Sprit sind gerade alle?

madlemming am 27.Jan 26  |  Permalink
Bei Reparaturen kann man wenn es mal länger dauert bei den meisten Werkstätten im Wohnmobil selbst übernachten. Das Ganze andere kann, muss aber nicht passieren. Positiv denken und dann wird das schon. Das beste ist immer noch losfahren und dann mal sehen...

p.m. am 27.Jan 26  |  Permalink
OK, mit der Attitüde "Ich lege einfach los, der Rest wird sich finden" braucht man solche Überlegungen nicht. Ihnen sind so Leute einfach noch nicht begegnet wie ich sie kennengelernt habe. Die im Alter (!) ins Tinyhouse ziehen und nach kurzer Zeit feststellen dass sie die Leiter zum Hochbett nicht mehr rauf kommen, die (in jungen Jahren) in den Zirkuswagen ziehen und merken, dass ihnen das Wasser einfriert wenn sie es grippebedingt nicht schaffen nächtens Holz nachzulegen oder zehn Stunden arbeitsbedingt nicht da sind. Die feststellen, dass ein Leben mit Morbus Crohn im Womo ein unhaltbarer Zustand ist, weil man mit Wäsche waschen und Kassette leeren nicht hinterherkommt. Denen die Meldeadresse abhanden kommt, weil die Person, auf deren goodwill man das abgewälzt hatte, weg ist und sie keine neue mehr dafür finden, womit dann augenblicklich auch ein Fahrzeug-Zulassungs- und Versicherungsproblem im Raum steht. Die merken, dass man im Womo zwar keine Miete mehr zahlt, aber deswegen noch lange nicht permanent irgendwo gratis steht. Diese Leute habe ich alle kennengelernt. Einiges davon war Blauäugigkeit, anderes mangelnde Vorbereitung, allen gemeinsam war "erstmal loslegen und dann mal sehen". Viele meinten auch, dass sie es sich vor allem erstmal gutgehen lassen wollen, und zwar möglichst so-fort! Und wenn es nicht gut, sondern schiefgeht, dann wird sie schon jemand aus der Sch... ziehen.

madlemming am 27.Jan 26  |  Permalink
Ich habe bei meiner Auswahl des Wohnmobil's darauf geachtet, dass ich nicht unbedingt im Alkoven schlafen muss. Geht auch in der Rundsitzecke. Andererseits wenn ich da nicht mehr hochkomme kann ich vermutlich auch das Wohnmobil nicht mehr fahren. Wenn es soweit kommt dann geht es halt wieder zurück in eine Wohnung oder wenn es hart auf hart kommt ins betreute Wohnen. Eine Meldeadresse einfach auf jemanden abwälzen kann bis zu 50.000,00 € Strafe kosten, wer das macht ist selbst dran schuld. Das kann man ganz einfach umgehen indem man einen Empfangsberechtigten bestimmt. Er kann dann Fahrzeuge anmelden, Versicherungen abschließen etc.. Ich werde ja auch nicht gleich in dir große weite Welt losfahren, vielmehr bleibe ich noch ein paar Monate in Deutschland um Erfahrungen zu sammeln vor allen Dingen im Winter. Ins Wohnmobil zu ziehen ist ein gewaltiger Unterschied zum Urlaub mit dem Wohnmobil. Das ist mir absolut bewusst, aber das ist es was ich schon immer machen wollte.

p.m. am 28.Jan 26  |  Permalink
Ich meinte eigentlich eher so Situationen, wo es einem einfach mal ein-zwei Wochen dreckig geht. Und nicht, dass das Reisen altersbedingt sein Ende findet. Unspektakulär, mit starker Erkältung zum Beispiel. Etwas, womit sich viele Menschen jährlich herumschlagen. Oder unspezifische Übelkeit plus Kopfschmerzen. Während man im klassischen Zuhause von fliessend Wasser (hierzulande auch automatisch Trinkwasser), automatisierter Heizung und entsprechender Lebensmittelbevorratung profitiert und dann einfach mal daheim "dahinvegetiert" bis man wieder fitter ist, kommt man mit diesen Dingen im Womo schnell an seine Grenzen. Zum einen dadurch, dass man nur eine begrenzte Menge an Wasser und Energie bevorraten kann und bald wieder aktiv werden muss, um die Versorgung sicherzustellen, aber dafür u.U. noch zu krank ist. Zum anderen, weil eine grössere Menge an (Lebensmittel)Vorrat dann auch mit den gesamten persönlichen Vorräten gewichtsmäßig konkurriert, die man ja dann dauerhaft mit sich führt, weil man die Wohnung aufgegeben hat (Stichwort: Zuladung). Man muss im Womo in deutlich kürzeren Abständen immer wieder seine Basisversorgung organisieren und beschaffen. Und auch ein Empfangsberechtigter ist einfach eine Person, deren goodwill (oder gutmütiger Altruismus) plötzlich ein Ende finden kann, sei es nun aus Überdruss oder unfreiwillig.

madlemming am 29.Jan 26  |  Permalink
Wenn man zu viel darüber nachdenkt was alles passieren könnte fährt man sehr wahrscheinlich wie viele andere erst gar nicht los. Es gibt für alle Probleme eine Lösung. Zudem bin ich ja auch nicht alleine, meine Frau fährt mit.
Ein "Beiboot" sollte man aber haben, wir probieren es zuerst mit E-Bikes aus und wenn das nicht funktioniert dann muss halt etwas bei, das einen Motor hat.
Aber schaun mer ma...
Zum Thema Empfangsberechtigter wenn da etwas schief geht wird sich schon jemand finden. Man muss im Vorfeld einige Dinge beachten aber nicht alles bis ins letzte Detail planen. Das funktioniert sowieso nicht. Ich habe mir auch keine Gedanken gemacht als ich mit einem fast 40 Jahre alten LKW (mittlerweile ist er 44) den Wurzenpass hoch und runter gefahren bin. Schafft der das? Halten die Bremsen? Scheiß egal ich hab's probiert, lebe noch und habe es noch ein paarmal getan und es war jedes mal ein cooles Gefühl wieder unten angekommen zu sein...

p.m. am 29.Jan 26  |  Permalink
Das ist das erste Mal, dass ich in diesem thread nicht von einem "ich" lese, sondern von einem "wir". Das ändert einiges.
[ein E-bike ist dann übrigens noch ein Gegenstand mehr an Bord, der immer wieder nach Stromversorgung verlangt ;-) ]

madlemming am 29.Jan 26  |  Permalink
Echt? Lass das bloß meine Frau nicht lesen... :-)
Ja, E-Bikes brauchen Strom. Ich möchte aber erst einmal ausprobieren ob die 320 Ah Lithium Batterien, die im Frankia standardmäßig eingebaut sind, ausreichen. Ansonsten muss ich aufrüsten. Was allerdings zu Lasten des Gesamtgewicht geht. Aber das muss man dann sehen ob wir wie geplant maximal 3 Tage an einem Ort sind ohne Landstrom.
Das wird sich dann im laufe der Reise ergeben...